The Brewer
Lichtenhainer Brauanleitung: Der geräucherte Saure
Lichtenhainer: Das seltsamste Bier, das du lieben wirst
Stell dir eine Berliner Weisse (Sauerweizen) gemischt mit einem Rauchbier (Geräuchertes Lager) vor. Das ist Lichtenhainer. Ursprünglich aus Jena, Deutschland, starb dieser Stil in den 1980ern aus, wurde aber von amerikanischen Craft-Brauern wiederbelebt. Es ist hell, stark karbonisiert, säuerlich und rauchig. Es klingt schrecklich. Es ist tatsächlich köstlich.
1. Zutaten
Das Malz: Geräucherter Weizen
Die Hauptzutat ist Eichenrauch-Weizenmalz.
- Verfügbarkeit: Weyermann stellt “Oak Smoked Wheat” her. Es ist viel subtiler als Buchenrauch-Gerste.
- Verhältnis: 50 % Rauchweizen, 50 % Pilsner.
Die Säure
- Lactobacillus: Verwende die Kettle-Sour-Methode (siehe Berliner Weisse Guide).
- Ziel-pH: 3,5. Nicht essigsauer, nur zitronenherb.
2. Rezept: “Jena Wiederauferstehung”
- Sudgröße: 19 Liter (5 Gallonen)
- STW (OG): 1.035
- FG: 1.006
- ABV: 3,8 %
- IBU: 5
Schüttung
- 1,8 kg Eichenrauch-Weizenmalz
- 1,8 kg Deutsches Pilsner Malz
Hopfen
- 15 g Hallertau (4 % AA) @ 15 Min. (Kochen nach dem Säuern)
Hefe/Bugs
- Lactobacillus plantarum (zum Säuern)
- US-05 oder Deutsche Ale-Hefe (für die Gärung)
Anleitung
- Maischen: 65 °C (149 °F).
- Säuern: Kettle Sour bei 35 °C für 24 Stunden.
- Kochen: Koche für 15 Minuten, um die Lacto abzutöten.
- Gären: 18 °C.
Fazit
Lichtenhainer ist ein kulinarisches Paradoxon. Der Rauch triggert “herzhafte/Fleisch”-Rezeptoren, während die Säure “Frucht/Erfrischungs”-Rezeptoren triggert. Es sollte nicht funktionieren, aber es tut es.