The Brewer

Adambier Brauanleitung: Das Historische Sauerbier

Adambier: Der König von Dortmund

Bevor Dortmund für sein Export-Lager berühmt wurde, beruhte sein Ruhm auf Adambier. Es war ein starkes (10 %), dunkles, saures und wahrscheinlich rauchiges obergäriges Ale, das ein Jahr oder länger in Holzfässern reifte. Es ist ein Geschmack, an den man sich gewöhnen muss – komplex, weinig und herausfordernd. Es ist der deutsche Cousin des Oud Bruin, aber stärker.

1. Das Geschmacksprofil

  • Sauer: Milchsäurehaltige Herbheit.
  • Malz: Münchner Malz-ähnliche Reichhaltigkeit.
  • Rauch: Dezent, aufgrund der historischen Darrmethoden.
  • Alter: Oxidation (Sherry) und Holzcharakter.

2. Zutaten

Das Malz

  • Münchner: 50 %.
  • Pilsner: 40 %.
  • Rauchmalz: 5-10 % Buchenholzrauchmalz.
  • Farbe: Ein Schuss Carafa für den dunkelbraunen Farbton.

Die Mikroben

  • Primär: Deutsche Ale-Hefe (Wyeast 1007).
  • Sekundär: Lactobacillus und Brettanomyces.

3. Rezept: “Adams Apfel”

  • Sudgröße: 19 Liter (5 Gallonen)
  • Stammwürze (OG): 1.090
  • Endvergärungsgrad (FG): 1.015
  • Alkoholgehalt (ABV): 10,0 %
  • Bittereinheiten (IBU): 30

Anleitung

  1. Maischen: 67 °C.
  2. Kochen: 90 Minuten.
  3. Primärgärung: Mit Ale-Hefe vergären.
  4. Sekundärgärung: In einen Ballon mit Eichenholzchips umfüllen und eine Roeselare-Mischung oder einen einfachen Lacto/Brett-Mix hinzugeben.
  5. Reifung: 12 Monate warten.

Fazit

Adambier ist etwas für den Brauhistoriker. Es ist ein Schluck aus dem 18. Jahrhundert.